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Nun haben wir sie allmĂ€hlich alle beisammen, die Völker aus Tolkiens Mittelerde: Orks, Zwerge, Elfen und Drachen feierten in Deutschland bereits groĂe Erfolge, jetzt gelangen auch Die Trolle unter der Feder von Christoph Hardebusch zu Romanehren. Der Tyrann Zorpad, der das Land Wlachkis brutal unterdrĂŒckt, lĂ€sst den RebellenfĂŒhrer Sten in einen KĂ€fig sperren und im Wald aussetzen. Gleichzeitig macht sich eine Gruppe Trolle aus ihrer unterirdischen Heimat auf, um hinter das Geheimnis der Magie zu kommen, mit der die verfeindeten Zwerge das Volk der Trolle beinahe ausgerottet haben. Sie treffen auf den gefangenen Sten, doch anstatt ihn zu fressen, nutzen sie ihn als Informanten, um sich an der OberflĂ€che zurechtzufinden. Es entsteht ein absurdes BĂŒndnis, das stabiler wird, als die Trolle und der Rebell allmĂ€hlich ahnen, dass sie einen gemeinsamen Feind haben. Hardebusch lĂ€sst es langsam, fast schleppend angehen, gewinnt dann aber an Tempo und Dramatik. Neben Sten fĂŒhrt er eine Vielzahl anderer, Ă€uĂerst interessanter Figuren ein, die hauptsĂ€chlich mit dem Schicksal des Landes Wlachkis verbunden sind. Ăberhaupt stehen dieses Reich und der Kampf gegen den Tyrannen ĂŒber weite Strecken im Mittelpunkt des Romans. Und dabei gelingt dem Autor ein stimmungsvolles Bild dieser Fantasywelt, in dem sich etliche spannende Beziehungen und Intrigen entfalten. Nur die Trolle geraten immer wieder aus dem Fokus, ihre Eigenheiten -- sieht man mal von ihren schockierenden Essgewohnheiten ab -- treten dadurch nur sehr blass zu Tage. Wer also nach den unfeinen und handfesten Orks und den Zwergen, nun erst recht rustikale Sitten in GroĂformat erwartet, wird nicht ganz auf seine Kosten kommen. Denn Hardebusch bietet eine komplexe, differenziert dargestellte Welt, einen packenden Fantasyschmöker mit ĂŒberzeugend ausgearbeiteten (menschlichen) Charakteren, aber Trolle nur als Besucher und Randfiguren. Dennoch: bis zum Finale lesenswert. --Solveig Zweigle Quelle: Aus der Amazon.de-Redaktion
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