nr-isbn.de
 Home | Bestseller Sitemap | Impressum 
Belletristik
Biografien & Erinnerungen
Krimis & Thriller
Börse & Geld
Business & Karriere
Computer & Internet
Erotik
Fachbücher
Film, Kunst & Kultur
Kochen & Lifestyle
Lernen & Nachschlagen
Musiknoten
Naturwissenschaften & Technik
Politik & Geschichte
Ratgeber
Reise & Abenteuer
Religion & Esoterik
Science Fiction, Fantasy & Horror
Kinder- & Jugendbücher







Machtwahn. Wie eine mittelmäßige Führungselite uns zugrunde richtet

Machtwahn. Wie eine mittelmäßige Führungselite uns zugrunde richtet
Autor: Albrecht Müller
Verlag: Droemer/Knaur
Gebundene Ausgabe
Auflage:
Seiten: 363
ISBN-10: 3-426-27386-1
ISBN-13: 978-3-426-27386-9
ISBN: 3426273861
Preis: EUR 19,90
weitere Infos | Rezensionen | kaufen

Albrecht Müller hat sein ganz persönliches Wort des Jahres 2006 schon im Februar gekürt: Es lautet Mittelmäßigkeit und ist, auch wenn es zunächst recht harmlos klingt, in der Sprache des Autors eines der derbsten verfügbaren Schimpfwörter. Diese Mittelmäßigkeit vor allem der politischen, der Wirtschafts-, aber auch der Medien-"Elite" wird nach Müllers Darstellung eigentlich nur noch von dem in ihren Reihen grassierenden Machtwahn übertroffen, den der Autor neben der mangelnden Intelligenz vor allem für die wirtschaftliche Misere der Gegenwart verantwortlich macht.

Als der 1938 geborene Nationalökonom Albrecht Müller noch Redenschreiber des damaligen Wirtschaftsministers Karl Schiller und später Leiter des im Volksmund auch "Abteilung Glaube, Liebe, Hoffnung" genannten Planungsstabs im Kanzleramt von Willy Brandt und Helmut Schmidt war, da muss die Welt noch in Ordnung gewesen sein. Wir stellen uns das in etwa so vor: Leute von Müllers Schlag waren damals mit ihren wohldurchdachten Konzepten dabei, das Land einer rosigen Zukunft entgegen zu führen. Doch dann übernahmen die Ideologen des Neoliberalismus in breiter Front und in allen Parteien das Ruder und steuern uns seither zielstrebig und in völliger Verkennung der Tatsachen auf unseren Untergang zu.

Schade, dass der Autor seine Leser durch seine wütende, von jedem Zweifel an der eigenen Exzellenz unbeleckten Polterei von den vielen richtigen Argumenten seiner Klageschrift gegen den Neoliberalismus ablenkt. Denn in vielen Punkten seiner Diagnose wäre man gerne bereit, ihm ohne Wenn und Aber zuzustimmen. In manchen Punkten freilich wird sich kaum noch jemand finden, der der Müllerschen Argumentation zu folgen bereit ist. Geradezu abenteuerlich etwa mutet seine These an, aus Dummheit (und natürlich niederen Motiven) würde derzeit die Problematik von Staatsverschuldung und Generationengerechtigkeit völlig übertrieben beziehungsweise grundfalsch dargestellt. Weder befänden wir uns in einer Überschuldungsfalle, noch würden durch den ständig wachsenden Schuldenberg die Rechte zukünftiger Generationen gefährdet. Die würden schließlich nicht nur die Schulden, sondern auch die tolle Infrastruktur erben, die wir damit geschaffen haben. -- Andreas Vierecke
Quelle: Aus der Amazon.de-Redaktion




Kärcher-Produkte | Kärcher-Ersatzteile | Kärcher-Listenpreise
 Ein Service von mikewarth media. Hosted by mwCMS